Ursachen der diabetischen Neuropathie

Diabetische Neuropathie – Nervenschädigung als Folge einer Diabetes Erkrankung

Diabetische Neuropathie kann generell bei  allen Formen von Diabetes mellitus als Folgeerkrankung auftreten. Angegriffen werden die  peripheren Nerven außerhalb des Rückenmarks und des Gehirns. Diese Komplikation ist für Diabetiker äußerst unangenehm. Bei der Form Diabetes Typ 2 sind circa 12 Prozent der Patienten betroffen. Nach einer Erkrankungsdauer von 25 Jahren tritt diabetische Neuropathie bei 50 Prozent der Diabetiker auf. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit den Ursachen der diabetischen Neuropathie.

Ursachen für die Entstehung von diabetischer Neuropathie

Die Entstehung dieser Komplikation wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Ihr Zusammenwirken konnte bisher nicht vollständig geklärt werden. Eine Ursache sind beschädigte Blutgefäße. Durch den dauerhaft hohen Blutzuckergehalt werden zudem komplizierte Stoffwechselvorgänge ausgelöst, welche die Nerven ebenfalls beeinträchtigen. Die Nervenzellen können nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Durch den anhaltenden  Sauerstoffmangel kommt es zur Beschädigung der Nerven. Des Weiteren wird die Entstehung dieser Spätfolge, durch den Konsum von Alkohol und Übergewicht begünstigt. Die Gefahr für Diabetiker, an diabetischer Neuropathie zu erkranken, ist um so größer, je höher der Blutzuckerspiegel auf Dauer ist.

Symptome von diabetischer Neuropathie

Diese Erkrankung beginnt  schleichend. Anfangs nimmt der Patient keine Symptome der Nervenschädigung wahr. Da die Bandbreite möglicher Nervenschädigungen bei Diabetes Typ 1 und Typ 2 Patienten sehr vielfältig ist, treten unterschiedliche Symptome auf. Symptome, die auf eine diabetische Neuropathie hinweisen, sind:

  • Taubheitsgefühl
  • Gefühl von Pelzigkeit, Ameisenhaufen, Kribbeln
  • Bohrende, brennende Schmerzen
  • Verringerte Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen und Temperaturen

Durch die Komplikation können zudem folgende Symptome auftreten:

  • Erektionsprobleme
  • Blasenschwäche
  • Magenlähmung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Diabetischer Fuß
  • Schluckstörungen
  • Sodbrennen
  • Verdauungsprobleme
  • Übelkeit
  • Blutdruckstörungen
  • Pulsstörungen
  • gestörte Wahrnehmung von Unterzuckerung

Verlauf von diabetischer Neuropathie

Bei den meisten Patienten treten die ersten Symptome an den Füßen auf. Sie beginnen in den Zehen und breiten sich im weiteren Verlauf über die Füße und Beine nach oben aus. Vor allem beim Liegen nimmt der Diabetiker krampfartige Schmerzen, Kribbeln oder Spannungen in den Beinen. Ist durch die diabetische Neuropathie das Nervensystem geschädigt, kann dies zur Entstehung des diabetischen Fußsyndroms führen. Die dauerhafte Durchblutungsstörung kann die Ursache für die Bildung eines diabetischen Fußes sein. Durch die Nervenschädigung wird die Fußmuskulatur gelähmt. Die Folge ist, dass der Patient seine Füße fehlbelastet. Nicht immer treten Symptome bei einer diabetischen Neuropathie auf. Neuroklar empfiehlt deshalb allen Diabetikern eine jährliche Kontrolluntersuchung.

Therapie von diabetischer Neuropathie

Eine diabetische Neuropathie ist unheilbar. Die Behandlung des Arztes hat das Ziel, die Beschwerden zu lindern. Dadurch soll die Lebensqualität des Diabetikers verbessert werden. Der Patient soll zudem die Fähigkeiten und das Wissen erwerben, um seinen Alltag meistern zu können. Ein weiteres Ziel der Behandlung ist es, die diabetische Neuropathie zu stabilisieren und ein weiteres Fortschreiten zu verhindern. Diabetiker müssen eine Nervenschädigung ernst nehmen. Je länger eine gezielte Therapie hinausgeschoben wird, um so schneller stellen sich chronische Schmerzen ein. Die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung sind um so größer, je eher eine diabetische Neuropathie diagnostiziert und behandelt wird. Welche Maßnahmen zur Therapie durchgeführt werden, entscheidet der Arzt.

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