Die Katze als Haustier für die Familie

Katzen sind wunderbare Haustiere für die Familie. Ihr zwischen den Polen Anhänglichkeit und Geselligkeit sowie Unabhängigkeit und Wildheit oszillierendes Wesen schafft die Bedingungen für einen neuen Mitbewohner, der gleichsam liebenswert wie ernstzunehmen ist. Während auch viele Erwachsene Katzen mögen, sind die meisten Kinder ganz vernarrt in diese niedlichen Fellnasen, die das Familienleben künftig bereichern und der Familie einen nachhaltigen Mehrwert bieten. Studien haben ergeben, dass Kinder mit Katzen glücklicher, sozialer und ausgeglichener sind als Kinder ohne Haustiere. Hinzu kommt, dass das Schnurren der Katze, die sich zum Beispiel gemütlich auf dem Schoß rekelt und sich über Streicheleinheiten freut, die Glückshormone beim Menschen aktiviert. Zudem geht von dem Schnurren eine beruhigende Wirkung aus.

Kinder wachsen durch Katzen

Überdies profitieren Kinder in ihrer Entwicklung von einer Katze. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig, auf die Bedürfnisse der Katze Rücksicht zu nehmen. Zwar ähnelt das Wesen der Katze dem Wesen von Kindern in vielerlei Weise. So mögen es die meisten Katzen bekanntlich gestreichelt zu werden und sind gern zu gemeinsamen Spielen bereit. Dennoch benötigt eine Katze immer wieder ihre Ruhephasen und sucht nach Distanz, wenn der Trubel um sie herum zu viel wird. In diesem Ratgeber werden Hilfestellungen zur Anzahl der neuen Hausbewohner sowie zur Frage gegeben, ob die Katzen über einen Zugang nach draußen verfügen sollten und wenn nicht, wie dies am besten kompensiert werden kann. Weitere Infos zu Familienthemen finden Sie bei HFFA unter diesem Link.

Wie viele Katzen dürfen es sein?

Die Frage, wie viele Katzen das Familienleben künftig bereichern sollten, hängt natürlich in erster Linie von den Bedürfnissen der Familie ab. Mehrere Katzen bedeuten höhere Kosten und einen höheren Aufwand. Dennoch finden viele es spannend, wie die Katzen untereinander interagieren. Der den Katzen nach wie vor anhaftende Ruf, Einzelgänger zu sein, ist heute widerlegt. Katzen, die zusammenleben, besitzen in der Regel eine sehr feste Bindung zueinander und gehen durch dick und dünn. Vor allem bei Geschwistern sind Startschwierigkeiten nahezu ausgeschlossen. Katzen freuen sich also meistens über einen Artgenossen als Freund und Spielgefährten. Vor allem, wenn die Katze keinen Zugang nach draußen hat, ist eine andere Samtpfote das beste Rezept gegen die Langeweile.

Wohnungskatze oder Freigängerkatze?

Katzen sind Raubtiere mit einem großen Bewegungsdrang. Sie lieben es, durch die Natur zu streifen, Abenteuer zu erleben und ihrer Jagd nachzugehen. Vor allem Kater in ländlichen Regionen entfernen sich zuweilen mehrere Kilometer von ihrem Zuhause. Insofern ist es eigentlich nicht artgerecht, einer Katze den Zugang nach draußen zu verwehren, auch wenn dieses unbestreitbar für die Katzen die sichere Variante ist. Reine Stubentiger, die von ihrem Fensterplatz aus lediglich sehnsüchtig nach draußen blicken können, leiden bei fehlenden Anregungen schnell an Reizarmut. Da sie auch ihre überschüssigen Energien nicht ausleben können, leiden sie im Vergleich zu Freigängerkatzen wesentlich schneller unter Nervosität und Unausgeglichenheit. Zudem ist Übergewicht vor allem bei reinen Wohnungskatzen ein Problem, da diese sich weniger bewegen und eher beginnen, aus Langeweile an den Futternapf zu gehen.


Wohnungskatzen benötigen Anregungen

Wer seiner Katze keinen Zugang nach draußen verschaffen kann, weil er zum Beispiel in der Innenstadt an einer Straße mit einem dichten Verkehrsaufkommen wohnt, sollte seiner Wohnungskatze viele Anregungen bieten. Katzen sind in dieser Hinsicht dankbare Zeitgenossen, weil sie – vor allem, wenn es sich um junge Katzen handelt – einen ausgeprägten Spieltrieb besitzen und dabei wenig wählerisch sind, mit wem sie spielen. Das heißt, eine Katze freut sich ebenso darauf, mit einem Artgenossen zu spielen wie mit einem Menschenkind oder einem Erwachsenen. Sogar mit Hunden kann das Zusammenleben mit einem Gewinn für beide Tierarten gut klappen.

Berücksichtigung von Charakter und Lebenslauf

Zusätzlich sollte bei fehlendem Zugang nach draußen der Charakter der Katze vor dem Kauf berücksichtigt werden. Denn auch Katzen unterscheiden sich in puncto Charakter und Bedürfnisse teilweise erheblich voneinander und besitzen demnach einen unterschiedlich ausgeprägten Bewegungsdrang. Deshalb gibt es Katzen, bei denen die Wohnungshaltung reine Tierquälerei ist, während andere Katzen mit diesem eingeschränkten Leben besser umgehen können. Auch sollte dabei die bisherige Erfahrung der Katzen berücksichtigt werden. So kommen Katzen, die kein anderes Leben kennen als das einer Wohnungskatze, mit der Wohnungshaltung besser zurecht als Katzen, die auf einem Bauernhof aufgewachsen waren.

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