Die Geschichte der Spielautomaten beginnt mit der Liberty Bell

Im Jahre 1887 führte der US-Einwanderer aus dem bayrischen Vöhringen Charles August Fey mit einem Paukenschlag in die Geschichte der Spielautomaten ein. Mit seiner Liberty Bell konstruierte er in San Francisco einen Spielautomaten auf drei Walzen. Sechs Symbole gab es im Spiel mit Karo, Herz, Pik, Hufeisen, Diamanten und der namensgebenden Liberty Bell. Die Freiheitsglocke verweist in der Geschichte der USA auf die gleichnamige Glocke in Philadelphia, die am 8. Juli 1776 die Loslösung vom englischen Mutterland und damit die amerikanische Unabhängigkeit feierlich verkündete.

Der Slot verfügte bereits über die Fähigkeit der selbstständigen Gewinnausschüttung. Über entsprechende Geldpreise konnten sich Spieler freuen, bei denen die Liberty Bell auf allen drei Walzen erschien. Suchen Sie hingegen beliebte Slots aus heutiger Zeit, werden Sie unter diesem Link fündig.

Der erste Automat mit fünf Walzen

Vier Jahre später, im Jahre 1891, waren es die beiden Tüftler Sittman und Bell, welche mit einem Pokerautomaten nachlegten. Als solcher Automat ist er in der Geschichte der Spielautomaten zwar einerseits eine Abzweigung, andererseits wies er mit seinen fünf Walzen durchaus in die Zukunft. Entsprechend begeistert waren auch die Zeitgenossen, die den „einarmigen Banditen“ belagerten, der strategisch klug in der Lobby des exklusiven Flamingo Hilton Hotels in Las Vegas aufgestellt war.

Weitere Prototypen im Pionierzeitalter

Die ersten Automaten der Glücksspielgeschichte besaßen in einem extrem technikaffinen und fortschrittsgläubigen Zeitalter vor den Urkatastrophen der beiden Weltkriege eine erhebliche Breitenwirkung. Kreative und talentierte Tüftler wurden dazu inspiriert, die Welt mit eigenen Kreationen zu bereichern. Solche Beispiele von Spielautomaten in diesem Pionierzeitalter waren der Würfelautomat Fortuna aus dem Jahre 1895, die Zeppelinschleuder von 1905, der Geschicklichkeitsautomat Bajazzo aus dem Jahre 1906 sowie der Operator Bell im Jahre 1908. Der Operator Bell besaß bereits mit drei Säulen und drei Reihen die heute selbstverständliche dreidimensionale Spielfläche und wies als erster Automat als Symbole Früchte aus. Damit markierte er die Ära der Früchteslots.

Die Ära der Früchteslots

Dass als Symbole Früchte genommen wurden, hatte eine Ursache in dem Glücksspielverbot, das immer mehr Länder als Reaktion auf die neue Popularität der Spielautomaten verhängten. In dem Heimatland des Operator Bells, den USA, wurde Automatenbetreibern die Auslobung von Geldpreisen verboten. Der Betreiber des Operator Bells, hinter dem der Süßwarenhersteller Bell-Fruit-Company stand, reagierte kreativ auf diese Form der Prohibition. Er setzte fortan auf die Fruchtsymbole, welche die Geschmacksrichtung der Kaugummis und Bonbons anzeigten, die anstelle der Geldpreise nun gewonnen werden konnten. Da Früchteslots also der Anfangszeit der Spielautomatengeschichte entstammen, werden solche Slotmaschinen noch heute als Automatenspiele zusammengefasst, die neben den Fruchtsymbolen ein betont einfach gehaltenes Spielprinzip aufweisen.

Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg

Im Laufe der Zeit wurden die Automaten vielseitiger. Legendäre Automaten aus dieser Zeit waren die Pferderennmaschine Bang Tails, der Automat Elite Triumph sowie die Kugelspiele Allwin Reserve und Allies Flag. Dazu gesellten sich allerlei Schussautomaten wie Loreley, Allen Voraus und Hubertus Fuchs Jagd wie auch diverse Abwandlungen für „Hau den Lukas“ sowie mehrere Balancierautomaten. Vor allem der Zweite Weltkrieg markierte im Bereich der Herstellung der Spielautomaten eine Zäsur, denn die technisch fortschrittlichsten Länder der Welt konzentrierten ihre Produktion nun auf die Herstellung von Kriegsmaterial, was zulasten der Leicht- und Konsumgüterindustrie ging. Nach der Abwehr der deutsch-japanischen Welteroberungspläne konnte der Hebel aber schnell umgelegt werden, sodass mit den 1950er Jahren das goldene Zeitalter der Spielautomaten begann.

Das goldene Zeitalter der Spielautomaten

Das goldene Jahrzehnt wurde mit der Firmengründung von NSM und Bally Wulff eingeläutet. 1957 trat der Hersteller Merkur ins Geschehen. Spielhallen schossen wie die Pilze aus dem Boden und erfreuten die Anwender mit immer abwechslungsreicheren Slots. Zum Angebot gehörten unter anderem die Rotamint-Automaten mit ihren durchsichtigen Drehscheiben, die Merkur-Automaten mit der lachenden Sonne, Rotomaten, Triomint-Automaten von NSM, der Imperator von Bergmann (1954), Elektromaten und Universum-Automaten mit spektakulären Sternenbildern. Im Jahre 1963 läutete der Money Honey von Bally Wulff das elektromechanische Zeitalter der Slotmaschinen ein, die fortan den heutigen Automaten immer ähnlicher wurden.