Der Run auf CBD

Die Schweiz war der Türöffner für eine interessante Entwicklung an der Schnittstelle zwischen Medizin und Lebensstil. Seitdem das kleine Alpenland im Jahre 2017 das Cannabidiol (CBD) legalisiert hat, hat ein Run auf die Substanz angesetzt, der sich nicht nur auf die Eidgenossen erstreckt. CBD kann geraucht, gedampft, als Öl unter die Zunge geträufelt, als Creme genutzt und als Supplement eingenommen werden. Obwohl es Bestandteil der Hanfpflanze ist, gilt CBD heute als gesundheitlich unbedenklich.

CBD als Gegenspieler von THC

Haschisch und Marihuana haben als komplex wirkendes Sucht- und Rauschmittel einen schlechten Ruf. Für die psychoaktive Wirkung ist allerdings nur ein Stoff der Hanfpflanze von mittlerweile 489 bekannt. Dabei handelt es sich um Tetrahydrocannabinol (THC), das wie auch CBD zu den 70 Phytocannabidiolen gehört. Weitere Infos zu CBD Blüten finden Sie unter diesem Hyperlink.

Die Phytocannabidiole wiederum wirken am intensivsten auf den Menschen und werden von der Medizin und der Heilpflanzenbewegung am interessiertesten beleuchtet. CBD ist vor allem als Gegenspieler von THC bekannt, denn wo THC berauscht, beruhigt CBD, wo THC den Appetit anregt, hemmt CBD diesen wieder. Die Liste an positiven Wirkungen durch CBD ist lang.

Wirkung gegen ganze Krankheitskomplexe

Denn CBD beeinflusst durch seine Wirkung im Endocannabinoid-System eine lange Reihe an Körperabläufen. Als Fänger der freien Radikalen stärkt es das Immunsystem, wirkt gegen Schmerzen aller Art, reguliert die Schlaf- und Körpertemperatur und besitzt eine subtile Wirkung gegen Angst, Stress, Heißhunger sowie schlechte Stimmungen. In seinem Einsatz gegen Depressionen wird es deswegen intensiv untersucht, was im Zusammenhang mit einer Reihe an jüngsten Innovationen gegen die Gemütskrankheit steht, zu denen auch Botox, Psilocybin und Ketamin gehören, weil die konventionelle Schulmedizin in diesem Bereich längst an ihre Grenzen gestoßen ist.

CBD wirkt antioxidativ, antibakteriell, antipsychotisch, krampflösend und unterstützt die Haut sowie die Kommunikation der Nerven miteinander. Zu den Krankheiten, bei denen CBD helfen kann, gehören solch schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs, Morbus Crohns und Fibromalgie.

Der Wirkmechanismus von CBD

Obwohl die Erforschung von CBD noch lange nicht abgeschlossen ist, ist die Medizin bereits auf zahlreiche Zusammenhänge und Erkenntnisse zur Wirkung des vielfältigen Heilstoffs gestoßen. Da in diesem Bereich noch vieles offen bleibt, ist weiterhin der Star der Substanz die Praxis, da in der Medizin nach wie vor gilt: Wer heilt, hat Recht.

CBD dockt zunächst am Vanilloid-Rezeptor-Typ 1 an, was die Lösung von Schmerzen bewirkt. Die Stimulation des Nucleosid-Tranmsporters 1 verstärkt den Adenosin-Signalweg, sodass die Bildung von so wichtigen Neurotransmittern wie Noradrenalin und Adrenalin gefördert wird. In anderen Beobachtungen wurde eine deutliche Reduktion des Entzündungsparameters TNF-Alpha festgestellt. Andere Verbindungen beziehen sich auf den GPR55-Rezeptor, der im Zusammenhang mit Entzündungen steht. Die positive Wirkung auf die Haut wurde durch die Unterstützung des Glycin-Rezeptors bestätigt. Schließlich wird durch den 5-HT1A-Rezeptor die Bildung des Glückshormons Serotonin unterstützt.

Die Dauer der Wirkung

Sobald der Wirkstoff eingenommen wurde, setzt die entspannende, angstlösende, aufhellende und stressreduzierende Wirkung ein, die Konsumenten von CBD so schätzen. Die Dauer der Wirkung beläuft sich auf vier bis acht Stunden, wobei die Reaktionen auf die unterschiedlichen Komplexe in Psyche und Körper von unterschiedlicher Dauer sind, weil unterschiedliche Signalwege durch CBD stimuliert werden. Hinzu kommt, dass die Wirkung von Person zu Person variiert. Weitere Vorteile von CBD bestehen in dem praktischen Nichtvorhandenseins des gefürchteten Gewohnheitseffekts sowie in der kumulativen Wirkung auf bestimmte Prozesse, die über die durch den Konsum gefühlte Wirkung hinausgehen.

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